Die Tai Chi Prinzipien

Wesentliche Punkte zur Entwicklung Innerer Kraft

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Die Zehn Tai-Chi-Prinzipien: Lehrer-Ausbildung Deutschland

Die Tai-Chi-Prinzipien - erläutert von Dr. Stephan Langhoff

Der Autor dieser Info-Seite, Dr. Stephan Langhoff ist anerkannter Experte für Tai Chi Chuan (Taijiquan und Qigong). Der Geschäftsführer des DTB-Zentralverbandes bietet kontinuierliche Aus- und Fortbildung bei überprüften Mitgliedsvereinen. Schwerpunkte seiner Forschungen ist das "Tai-Chi-Prinzip" (auch Yin-Yang-Prinzip genannt) und die "Essentiellen Punkte des Tai Chi Chuan". Der über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte promovierte Philologe bietet nicht das in der Eso-Szene übliche Martial-Arts-Infotainment sondern nimmt die eigentlich selbstverständliche Sorgfaltspflicht zu seriöser Aufklärung ernst. Dr. Langhoff nimmt dadurch eine Sonder-Stellung in der von Esoterik-Spin dominierten deutschen Anbieter-Szene ein. Der Nutzen für den ernsthaft Interessierten ist tiefgehend, denn er kann wichtige Zusammenhänge entdecken. Durch die Lektüre dieser Info-Seite ergeben sich auch für den Laien hilfreiche Einblicke in die Theorie und Praxis des Taiji-Qigong-Lernens und in die Beurteilung der Anbieter-Szene. Zusätzliche individuelle Hilfestellung kann darüberhinaus durch ein persönliches Telefonat mit dem Autor erfolgen.

Die Tai-Chi-Prinzipien vs. Tai-Chi-Prinzip

Hier soll es hauptsächlich gehen um etwas, was man eigentlich genauer "Tai-Chi-Chuan-Prinzipien" nennen müßte - die dem Tai Chi Chuan innewohnenden Gesetzmäßigkeiten, die schon in den Klassischen Schriften formuliert worden sind. Davon abzugrenzen ist, was hier nicht behandelt wird, nämlich der philosophische Konzept des "Tai-Chi-Prinzips". Es ist die daoistische Gesetzmäßigkeit der polaren Entitäten Yin und Yang, nach der alle Dinge mit kontinuierlich wechselnden Anteilen ganzheitlich verwoben sind.

 

Die Tai-Chi-Prinzipien nach Altmeister Yang-Chengfu

Hinweis 1: Traditionell wurden die "essentiellen Punkte zur Qi-Entwicklung" primär mit "Zhan Zhuang (站桩)", dem "Pfahl-Stehen" verinnerlicht. Solche Übungen, die auch "Stehende Säule" oder "Stehen wie ein Baum" genannt werden,  haben im Yang-Taijiquan, um das es hier gehen soll, gegenüber dem Training von Yang Chengfus "Tai-Chi-Form" an Bedeutung verloren.

 

Hinweis 2:  Den weitverbreiteten aber irreführenden Ausdruck "Zehn Gebote" sollten gute Lehrer tunlichst vermeiden, da er eine ungewollte Nähe zu Christentum oder "Quasi-Religiosität" implizieren könnte. Man sollte die Vorgaben ja keineswegs als unantastbare Glaubenssache einstufen sondern jenseits jeglicher Esoterik kritisch erforschen - es lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn es sehr schwierig und langwierig ist! Man könnte die Grundsätze mit dem Grundgesetz vergleichen.

 

Hinweis 3: Yang-Stilisten zweckentfremden die Zehn Prinzipien oft, indem sie sie als Beweis interpretieren für die These, es gäbe eine klare Zugehörigkeit von Schulen zu ENTWEDER "inneren" ODER "äußeren" Kampfkünsten. Doch eher belegen die alten Schriften: Es gibt nur "schlechte innere Kampfkünste" und durch die Befolgung der Essentials werden daraus "gute innere Kampfkünste"!

 

Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan - Richtig Lernen und Richtig Lehren

Laut DTB-Recherchen zur Pädagogik des "Richtig Lernens und Lehrens" übersehen Lehrende beim Unterrichten von Yang Chengfus Taijijiquan-Form oft die nötige Vor-Entscheidung: Für chinesische Lehrmeister sowie für deutsche Lehrer, die deren quasi-religiöser esoterischer Weltanschauung folgen, sind Altmeister Yangs Taijiquan-Prinzipien "eherne Gebote", während moderne Lehrer westlicher Erwachsenenbildung oft von einer Art "Taiji-Grundgesetz" sprechen und kritischen Faktencheck unterstützen. Mit dieser "Gretchenfrage" steht jeder Lehrer vor dem Entweder-Oder-Scheideweg zwischen Fundamentalismus und objektiver Forschung - beides zusammen wird nicht gehen! Dieser Vor-Entscheidung auszuweichen ist zudem verantwortungslos den Schülern gegenüber, denn sie haben ein Anrecht darauf, selbständig für sich herauszufinden, ob sie "glauben müssen" oder "wissen wollen".

Dr. Langhoff: "Meine Beurteilung der "Essentials" ist im Laufe der Zeit wesentlich differenzierter und kritischer geworden. Den vielen "Yang-Chengfu-Glaubensgemeinschaften" kann ich nichts abgewinnen - sie disqualifizieren sich selbst, wenn sie "GLAUBEN-MÜSSEN" dem "WISSEN-WOLLEN" vorziehen, weil sie anders nicht im Ranking aufsteigen (!)". Quelle: Tai Chi Prinzipien.

 

Die Grundsätze des Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan

Die meisten Experten beziehen sich bei der Behandlung des "Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan" auf die 40 Kapitel der Yang-Familie und dabei besonders auf die Texte von Yang Banhou, dem Onkel von Yang Chengfu. Sie bieten wohl den besten Zugang in die fremde und teilweise noch heute geheime Welt der "Chinese Martial-Arts-Internals", wenngleich ungesichert bleibt, wer der Autor gewesen ist und wo sie entstanden sind. Solche Überlieferungen waren früher nur Eingeweihten bekannt, bis sie von der Wu-Familie veröffentlicht wurden. Danach folgte auch die Yang-Familie. Heutzutage ist das sogenannte "Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan" in aller Welt verbreitet, wenngleich seine Grundsätze sehr unterschiedlich interpretiert werden.

 

Bekanntlich beschreiben die klassischen Tai-Chi-Prinzipien Grundsätze und Wesensmerkmale "Innerer Kampfkunst", Meditation und ganzheitlicher Gesundheit. Begriffe wie "sanfte Kampfkunst" oder "weiche Kampfkunst" sind indes mit Vorsicht zu genießen - letztlich sind sie nur eine scheinbare Hilfe beim Verständnis und bisweilen lediglich ein Auswuchs verstaubter "politischer Korrektheit" Diese folkloristische, naive Deutung ist leider bis heute in der Familie Yang verbreitet. Vollständiger Artikel: Yang Jun Seminare Yang-Family-Taijiquan.

 

In der Yang-Familien-Tradition zählt man zehn bzw. dreizehn Essentials - abhängig von der jeweiligen Sehweise der Familien-Clans. Die Einhaltung dieser Gesetze oder Grundsätze als Richtschnur ist für korrektes Praktizieren und Lehren unerlässlich. Siehe dazu das Yang-Chengfu-Buch "Das vollständige Buch von Form und Anwendung des Taijiquan Band 1" und die DTB-Rezension der "Klassischen Abhandlungen".

 

Eine erste Schwierigkeit ist - neben der ungeklärten Autorenschaft und Herkunft - ihre Vagheit - die Tai-Chi-Klassiker richten sich bekanntlich an Kampfkunst-Meister. Zudem müssen heutiger Stellenwert und Rang der jeweiligen Zielgruppen angepasst werden - so die These des Dachverbandes DTB. Die einen bevorzugen "gefühlte Fakten" und die anderen bevorzugen Forschung und Faktencheck. Dieser DTB-Ansatz ist ein vielversprechendes Novum und einzigartig in der Geschichte des Verbandes.

 

Das Fazit lautet: Im ideologie-freien westlichen Bildungsbereich sollten die Tai-Chi-Prinzipien eine andere Rolle spielen als bei quasi-religiösen Glaubensgemeinschaften. Sonst kann es insbesondere bei Lehrerausbildungen leicht zu Konflikten und Spannungsfeldern kommen. Siehe dazu den Artikel "Traditional Yang-Style-Taijiquan" über Yang Zhenduo und die Online-Rezension Yang Chengfu Tai Chi Center Syndrom über Yang Jun.

 

Yang Chengfu und das Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan

Beim Thema der Prinzipien spielt Altmeister Yang Chengfu die zentrale Rolle. Es sei hier die folgende provokante These erlaubt: Der Altmeister wäre, würde er heute leben, wahrscheinlich wesentlich reformfreudiger als all diejenigen, die sich auf ihn beziehen und ihm und seinen (manchmal irrigen) Auffassungen ein Denkmal bauen. Denn angesichts der vielen Neuerungen und Veränderungen, die der Standardisierer seinerzeit eingeführt hatte, ist konsequenterweise davon auszugehen, dass er, wäre er nicht so früh gestorben, weitere Anpassungen vorgenommen hätte. Auch hätte er sicher seine Fehleinschätzungen korrigiert, wenn ihm mehr Informationen darüber zugänglich gemacht worden wären. Taijiquan-Ausbildung in Hamburg.

 

Die Tai-Chi-Prinzipien - die "Seele des chinesischen Schattenboxens"

Die dem traditionellen Tai Chi Chuan zugrundeliegenden "Essentials" wurden von Altmeister Yang Chengfu mündlich erläutert und von Chen weiming, einem seiner besten Schüler, niedergeschrieben. Sie dienen nicht zuletzt der Beurteilung des Adepten, denn erst ihre Beachtung erzeugt korrektes, gutes Taijiquan und gewährleistet den Bezug zur Tradition. Viele von Altmeister Yangs Formulierungen stammen aus den "Tai-Chi-Klassikern" und verbinden auf außergewöhnlich subtile Weise Innere Kampfkunst, Gesundheit und Meditation. Sie bilden die "Seele", die "DNA" der Kunst, ohne die es sie so nicht geben würde. Daher sollten diese wichtigen Punkte für jeden Praktizierenden absolute Priorität haben. Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis sollten sie ihm einen verläßlichen Kompass zur Entwicklung seiner Inneren Kraft bilden - denn genau dazu dienen sie. 

 

Ihr Nutzen muss allerdings relativierend eingeordnet werden in ihren traditionellen Esoterik-Rahmen, Mystik und die buddhistisch-taoistische Methodologie. Dies erschwert die Abgrenzung zu Sektierertum (vgl. dazu Meister Yang Juns Webauftritt auf Esoguru.com). Zudem ist ein beträchtlicher Teil ihrer Finesse über die Jahrhunderte verloren gegangen. Auch enthalten sie gravierende Fehleinschätzungen wie neue sino-japanische Recherchen des DTB enthüllen. Leider werden diese Irrtümer in der "Taiji-Szene" oft nicht erkannt. Damit daraus nicht ein mangelhafter Unterricht resultiert, bietet der Dachverband entsprechend Nachschulungen an und publiziert Online-Materialien wie Multimedia-Skripte und DVDs.

 

Einführung in die Zehn Tai-Chi-Prinzipien - Vorsicht ist geboten

 

Hinweis für Laien: Angesichts der zahlreichen Fehl-Interpretationen und Wissens-Mängeln ist Vorsicht geboten! Als Einführung dient wohl manchem Taiji-Adepten das Buch „Tai-Ji-Quan Yang Stil, Kolibri Verlag, 1991“ von Christel Proksch und Lie Foen Tjoeng. Denn dort geht es in deutscher Übersetzung um "die zehn wesentlichen Gebote des Taijiquan von Yang Chengfu Aufgezeichnet und kommentiert von Chen Weiming". Doch werden dort, wie u. a. die Buch-Rezension von Dr. Langhoff ausführt, auch die alten Irrlehren wiederholt. Dass dieses Werk dennoch so häufig erwähnt und herangezogen wird, belegt deutlich, dass sich wissenschaftliche Standards in der deutschen Taiji-Szene nach wie vor nicht durchgesetzt haben. Insbesondere sind gewisse Internet-Foren mit ihrem "kommunikativem Inzest" im eng-gesponnenen Kokon ihren Echo-Kammern für den ernsthaft Suchenden sicher keine gute Wahl! Gerade Lehrende sollten das Verantwortungsgefühl haben, sich unvoreingenommen um Fakten-Treue zu bemühen - ihre Schüler werden es ihnen danken!

 

Esoterik vs. Wissenschaft

Diese Extra-Seite legt den Fokus auf die überlieferten, nie korrigierten inneren Widersprüche eines grundlegenden Bereichs des traditionellen Tai Chi Chuan. Der Geschäftsführer des Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. (DTB), Dr. Stephan Langhoff, erklärt die übergeordneten Zusammenhänge. Als seriöser Sachwalter des Taijiquan und Qigong ist der DTB e. V. für Laien wie Experten oft die erste Info-Stelle, wenn es um Fakten-Treue und Unvoreingenommenheit geht. Demgegenüber beruhen Behauptungen von Lobby-Verbänden und Glaubensgemeinschaften chinesischer Meister ja keineswegs auf Faktencheck sondern auf esoterisch-traditionellen Weltanschauungen, die für westliche Erwachsenenbildung ungeeignet sind. Selbst ausgewiesenen Yang-Stil-Experten fällt es zunehmnd schwer, "auf dem Laufenden" zu bleiben. Angesichts wachsender Kommerzialisierung des Taiji-Marktes mit geschickt inszenierten Täuschungen fühlen sich besonders Insider und Marktkenner "für dumm verkauft" und fordern mehr Ausgewogenheit, mehr Aufklärung und mehr Ehrlichkeit.

Update: DTB-Geschäftsführer stellt neues Lehrer-Netzwerk für Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan vor, das engagierte Impulse für Transparenz setzt. Ziel sind eindeutige Kriterien zur Beurteilung von Verbänden, Schultypen und Lehrmeinungen: Tai Chi Ausbildung Berlin Köln Kiel Siegen Bremen.

 

Chinesische Meister uneins über die Interpretation

Prinzipien sollen das Wesen des Taijiquan als "Innere Kampfkunst" erklären und offenbaren. Bei einem so komplexen Thema bilden Fehleinschätzungen, Irrtümer und Vorurteile allerdings leider eher die Regel als die Ausnahme. Beim Erläutern der "Anleitung für richtiges Tai Chi" vertreten maßgebliche chinesische Meister keine einheitliche Linie - so kann man lt. Louis Swaim schon das erste Prinzip auf 14 unterschiedliche Arten (!) übersetzen. Bereits die Original-Formulierungen sind extrem vage, als wollten sie ihren Gehalt nicht ohne weiteres preisgeben.

 

Neue "EU-Zertifizierung" des DTB für Yang Chengfu Tai Chi Chuan

DTB-Standards für wöchentlichen Unterricht, mehrtägigen Lehrgänge, Wochenenden und Intensivwochen sind jetzt eingearbeitet in den verbindlichen Kritierien-Katalog der neuen Europa-Zertifizierung für Taiji-Essentials Yang-Chengfu-Taijiquan. Instruktoren aus ganz Europa nehmen an den Fortbildungen im Rahmen des "Hamburger Modells" teil. Die europäische Anerkennung ist in diesem Jahr einen bedeutsamen Schritt vorangekommen. Der DTB als Zusammenschluss führender Institute Deutschlands ist bemüht, in jedem Einzelfall individuell mit Rat und Tat zu helfen. Mehrere Verbände haben seine Ranking-Kriterien als verbindlichen Standard ab 2017 übernommen. Quelle: www.tai-chi-qigong-verband.de/ . Ein Antrag für DTB-EU-Stufungen kann formlos gestellt werden.

Hier ein Überblick über die offizielle Stufung der Yang Chengfu tai Chi Center lt. Website-Info.

Anfänger-Stufe ADLER: Kupfer, Silber, Gold Mittel-Stufe TIGER: Kupfer, Silber, Gold Fortgeschrittenen-Stufe DRACHEN: Kupfer, Silber, Gold.

Exkurs: Das "Tai Chi Zentrum Hamburg eV" als Alternative für "Yang-Chengfu-Tai-Chi-Center"

Die kontroverse Prinzipien-Diskussion zeigt ganz deutlich: Yang Juns "International Association" braucht ein Korrektiv. Gleich in mehrfacher Hinsicht ist das "Tai Chi Zentrum Hamburg eV" mit seinem Arbeitskreis "Yang Chengfu Tai Chi Center Hamburg" eine großartige Alternative zu den Centern des "Taiji-Meisters aus Seattle". Der Hauptaspekt ist die innere Unabhängigkeit der Lehrer - es wird weder Gehorsam noch Loyalität eingefordert. Ein ebenso wichtiger Aspekt ist die hohe Transparenz, die durch Faktencheck und wissenschaftlich-objektive Grundhaltung garantiert wird. Dies wiederum war nur möglich durch die übergreifende Forschung, die immer mehr Irrtümer und Fehleinschätzungen enthüllt. Folklore und Fundamentalismus sollten als solche benannt werden! Der Verein hat somit ein umfassendes Korrektiv geschaffen, das weit über die Grenzen Deutschlands hinaus wirkt.

 

Dabei sollte es ohne die "Scheuklappen politischer Korrektheit" und mit ein bißchen Nachdenken doch eigentlich "ein Selbstgänger" sein, das Lebenswerk des legendären Altmeisters Yang Chengfu für die Familie Yang zu nutzen. So beschreibt der berühmte Meister Fu Zhongwen seinen Lehrmeister bekanntlich mit den lobenden Worten "composed serene , relaxed" in der Übersetzung des in der Fachwelt sehr geschätzten Louis Swaim. Diese treffsichere Charakterisierung enthält, wenn man so will, zugleich das Prinzip seiner drei Zentren "Geistig, emotional und körperlich".

 

Echo-Kammern vs. Wahrheitssuche

Darüberhinaus besteht heute im Zeitalter der Sozialmedien ein oft unterschätztes Problem der Unausgewogenheit: Der sogenannte "Echo-Kammer-Effekt" von Internet-Communities verhindert Wahrheitssuche sondern vermittelt bestenfalls ein Halbwissen, weil nichts ins Weltbild passende Fakten ausgefiltert werden. Solche "Filter-Blasen" erzeugen ein trügerisches Gefühl von Expertise - gemäß dem chinesischen Sprichwort "Wer nicht weiß, dass er nicht weiß, glaubt zu wissen". Bezüglich der Yang-Taiji-Prinzipien bestätigen sich die Mitglieder von Glaubensgruppierungen gegenseitig und spinnen sich ein in einen Kokon aus Irrtümern, Irrlehren und Fiktionen. Eine ernsthafte unvoreingenommene Auseinandersetzung mit Forschungen, Recherchen und abweichenden Meinungen wird dadurch leider erheblich erschwert. Dies gilt auch für Lehrgänge, Seminare und Unterricht. Vergleiche dazu auch die Rezension Yang Banhou und die "Alte Yang-Luchan-Form"

 

Die Essentiellen Punkte des Yang-Stils nach Altmeister Yang Chengfu (1883 - 1936)

Traditionell gesehen gibt es überlieferte Regeln für das korrekte Ausführen des Tai Chi Chuan. Obwohl viele Praktizierende sie hoch schätzen und ständig über sie reden, ergeben sich bei genauerer Betrachtung oft gravierende Wissenslücken und Irrtümer. Da dies auch für Lehrende gilt, sollten alle Verbände, Schulen und Lehrende dem DTB-Vorbild folgen und dies bei ihren Aus- und Fortbildungen stärker thematisieren.

 

Hier soll es um die Yang-Stil-Prinzipien gehen - sie gelten genau genommen nicht für die anderen Stile, die in ihren Familien jeweils ihre eigenen essentiellen Hauptpunkte überliefert haben. Man sollte auch wissen, dass neue Erkenntnisse wie Faszien-Forschung (Faszien-Qigong / Nairiki) oder neue sozio-kulturelle Recherchen zu Yang Chengfu in der oft esoterisch geprägten "Taiji-Szene" gar nicht zur Kenntnis genommen wird - u. a. bei Glaubensgruppierungen. Siehe dazu die die Review des Esoguru.com-Webauftritts von Yang Jun. Siehe englischen Artikel "The Yang-Chengfu-Center-Syndrome": Yang Chengfu Center Köln Berlin.

 

Fehl-Übersetzungen / Wissens-Defizite bei Linienhalter Meister Yang Jun

Irritierend für viele Praktizierende sind die gravierenden Wissensmängel beim gegenwärtigen Linienhalter Meister Yang Jun. Diese zeigen sich bei den Prinzipien nur allzudeutlich. Nun ist er ohnehin nicht von der ganzen Familie Yang anerkannt, aber man könnte doch ein klare Expertise erwarten angesichts seiner Behauptung, das gesamte Wissen sei auf ihn übertragen worden. Yang Jun Seminare Berlin Köln Siegen Kiel Hamburg Videos .

 

Schon das 1. Prinzip "Den Kopf aufrecht" übersetzen Fachleute auf 14 sehr unterschiedliche Arten. Meister Yang Jun, der die gegenwärtige Linienhalterschaft beansprucht, scheint dem hilflos gegenüber zu stehen. Offenbar hat er in der von ihm doch so betont gewürdigten Generationen-Überlieferung zur korrekten Erklärung des 1. Prinzips keine Infos. Dieser Mangel an Wissen ist zudem ja nicht der einzige: Yang Jun folgt beim 6. Prinzip "Gedankenkraft statt Körperkraft" dem Irrglauben seines Urgroßvaters, dass dies eine "Einzigartigkeit des Tai Chi" sei - und macht dies sogar zum Gegenstand einer Prüfungsfrage im IA-Ranking!

 

 

Die Zehn Tai-Chi-Prinzipien - DTB-Tipp

Wenngleich die fundamentale Wichtigkeit der essentiellen Taiji-Prinzipien unbestritten ist, so enthalten sie dennoch zahlreiche gravierende Fehleinschätzungen und Vorurteile, die unvereinbar sind mit den Standards unserer westlichen Erwachsenenbildung. Dazu gehört u. a. die hierzulande geforderte Ideologie-Freiheit. Doch leider tabuisiert die chinesische Esoterik-Tradition mit Loyalität und Gehorsam die enthaltenen Irrtümer bis heute weitgehend. Die wenigsten trauen sich offenbar, die allzu eng gefasste Weltsicht von Meistern wie Yang Chengfu, Yang Zhenduo oder Yang Jun zu kritisieren und zu korrigieren. Zum weit verbreiteten Personen-Kult um die Meister kommt häufig noch die Vorliebe für lediglich "gefühlte Fakten" hinzu. Tipp des Dt. Taichi-Bundes - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. (DTB): Jeder Praktizierende des Yang-Taijiquan sollte sich unbedingt eingehend mit den Prinzipien befassen, aber dabei möglichst unvoreingenommen bleiben und Fakten-Treue einfordern.

 

Yang Chengfus und Yang Zhenduos "Essentielle Punkte"

 

Yang Chengfu gebührt das bleibende Verdienst, die "Essentiellen Punkte" des Yang-Stils einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu haben. Das Tai Chi Chuan stellt der Meister in den größeren historischen Kontext der "Klassischen Schriften". Dr. Langhoff, der den großen Standardisierer in mehrfacher Hinsicht stark kritisiert, betont: Ich bin überzeugt, dass man dem Phänomen Yang Chengfu nur gerecht werden kann, wenn man ihn aus der übergeordneten Yang-Family-Tai-Chi-Perspektive interpretiert. Er empfindet aber auch Wertschätzung, wenn er seinen Eindruck schildert:

 

Yang Chengfu mit seinem zweijüngsten Sohn Yang ZhenduoDie Natur des Meisters zeigt das Photo - hier mit seinem Sohn Yang Zhenduo. Sie wird treffend beschrieben mit "composed, serene, relaxed" also etwa "gelassen-gefasst, heiter-abgeklärt, zwanglos-gelöst". Damit steht er für die drei Hauptaspekte, die erst in ihrer Kombination das Yang-Stil-Tai-Chi-Chuan ausmachen: Kampfkunst mit Inneren Prinzipien, Ganzheitliche Gesundheit und Meditation im Hier und Jetzt. Durch dieses für viele passende Vorbild hat Meister Yang wohl auch erheblich dazu beigetragen, dass der vorwiegend kämpferische Chen-Stil und der für viele Menschen allzu meditative Wu-Hao-Stil weniger verbreitet sind. Yang Chengfu geht in den Kommentaren zu den Tai Chi Prinzipien zwar besonders auf Wushu-Strategie ein, aber auch auf die Spriritualität der Meditation durch die Betonung der "mentalen Kontinuität", also des Mitgehenkönnens mit jedem Augenblick. Bei seiner Erwähnung der Meridiane bezieht Meister Yang auch die Gesundheit mit ein.

 

Yang Zhenduo vs. Yang Chengfu - Tai-Chi-Prinzipien

Tai-Chi-Prinzipien: Unterschiedliche Reihenfolge bei Yang Zhenduo und Yang ChengfuDie ursprüngliche Yang-Chengfu-Reihenfolge der Zehn Prinzipien hat sein zweitjüngster Sohn Yang Zhenduo gelegentlich anders gegliedert. Die Analyse zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Besonders in didaktischer Hinsicht spricht Yang Zhenduos Reihenfolge viele Lehrer an. Yang Chengfu punktet besonders bezüglich Kampfkunst-Grundlagen/ "Martial-Arts-Internals". Negativ ist anzumerken, dass der Altmeister expressis verbis anderen Kampfkünsten wie Shaolin-Wushu solche Inneren Prinzipien fälschlicherweise absprach.

 

 

 

Exkurs: Die "Essentielle Form (Essential Form)"

Diese "Essentielle Tai-Chi-Form hat nicht direkt mit den "Tai-Chi-Essentials" zu tun: Wer glaubt, das Wort "essential" stünde im Zusammenhang mit den "Essentials (Essentiellen Punkten)", also Yang Chengfus Prinzipien, wird schnell eines Besseren belehrt: Die "Essentielle Form" ist offenbar weder von Yang Chengfu noch folgt sie seinen Prinzipien. Zudem ist sie nicht "traditionell".

 

Die "International Association" hat mit der Einführung der "Yang-Jun-Kurzform" einen neuen "Hype", dem sich aus der Familie Yang indes niemand angeschlossen hat. Puristen werden Yang Juns "neues Baby" für eine "gelungene Bespaßung" seiner Klientel halten, denn offenbar war es ein Wunsch aus Teilen seiner Schülerschaft. Doch es ist ganz sicher kein gutes Omen, mit relativer Absenkung die Qualität des Lehrinhaltes und die Qualifizierung der Lehrenden zu erhöhen!

 

Alles in allem entfernt sich der neue Linienhalter mit der Neu-Entwicklung immer mehr von der früheren Image-Linie als Botschafter der Gesamt-Familie hin zu einem übergreifendem Geschäftsmodell von "Tai Chi als Handelsware". Dazu paßt auch das neu-entwickelte Logo des "Yang-Family-Tai-Chi", mit dem sich auch die Frage nach dem angeblich Traditionellem erübrigt. Essentielle Form des Tai Chi Chuan der Yang Familie Nach Cheng Manngs "37-er-Kurzform" und Yang Zhenduos "49-er Wettkampf-Form" hat nun also auch Yang Jun eine eigene "Yang-Stil-Kurzform" aus der Taufe gehoben. Das Licht der Welt entdeckte der "Nachzügler" wohl nicht zufällig - schließlich hatte die Association einen massiven Mitgliederschwund von über 60% innerhalb einer Dekade zu beklagen. Sollten die restlichen Mitglieder bei Laune gehalten werden?

Essentielle Tai Chi Form  Essential Yang Tai Chi Form von Yang Jun

Die von Yang Jun entwickelte neue Kurzform nennt der Linienhalter ausgerechnet "Essential Form". Wenn er damit bei seinen Schülern den Eindruck erzeugt, es ginge dabei um die "Essentials" seines Urgroßvaters, so "geht dieser Schuß nach hinten los", denn er sagt selbst, daß in dieser vereinfachten Form die "essentiellen Punkte" Yang Chengfus keine Rolle spielen. Worum geht es also in dem umstrittenen Geschäftsmodell des "Seattle-Clans"? Die Schülerschaft der Center-Lehrer ist offenbar mit den "Kronjuwelen der Familie Yang" nicht leicht zu motivieren - oder hat man entdeckt, daß vieles an dem "Tafelsilber" irreführend ist? Jedenfalls gibt es jetzt eine neue verkürzte Form, die lediglich 22 der 37 Figuren von Yang Chengfu benutzt. Will man mit dem "neuen Baby" dem massiven Mitgliederschwund von fast zwei Dritteln in nur einer Dekade entgegenwirken? Die Zehn Tai-Chi-Prinzipien

 

Die Wichtigkeit der "Essentiellen Punkte" ist allgemein anerkannt. Die zehn Prinzipien sollen das Wesen des Taijiquan als "Innere Kampfkunst" erklären und offenbaren. Ihr Ziel ist die Entwicklung der Inneren Kräfte. Dabei wird auch auf Spiritualität/ Meditation und Ganzheitliche Gesundheit / Meridiane eingegangen. Befolgt man sie beim Üben ganz bewusst über längere Zeit, so bekommt man etwas geschenkt und zwar "Innere Stärke" - und das ganz unbewusst, denn diese kann man nicht direkt absichtlich trainieren. Leider hat das Interesse daran zu vielen unseriösen Anbietern geführt, die die große Nachfrage von Laien für ihre Zwecke ausnutzen. Als Urheber dieses "Hypes" kann Yang Chengfu gelten, der diese Punkte von seinem Schüler Chen Weiming erstmalig aufschreiben ließ. Die darin enthaltenen Fehleinschätzungen und Vorurteile sind längst korrigiert, ohne dass sich diese wichtige Erkenntnis in der wünschenswerten Weise und Klarheit durchgesetzt hätte.

 

Tai-Chi-Prinzipien / Tai-Chi-Essentials

Allgemein bekannt sind Praktizierenden des Yang-Stils die Zehn Prinzipien in der Fassung von Yang Chengfu. Der Hongkong-Zweig seines ältesten Sohns Yang Zhenming arbeitet jedoch mit der ursprünglichen Anzahl von dreizehn Prinzipien. Für Laien mögen die Taiji-Prinzipien eine Art Bibel darstellen, ein Gesetzbuch mit Vorschriften für die Methode der Stärkung der Inneren Kräfte. Der Fachmann erkennt zwischen den Zeilen allerdings eine Fülle von Ungeklärtem. DTB-Ausbilder Dr. Langhoff äußert sich zu diesem spannenden, höchst kontrovers diskutierten Thema. Der Yang-Stil-Experte empfiehlt allen Lehrern, diese "Essentials" aus übergeordneter Perspektive zu betrachten. Multimedia-Doku: "Keynotes Essentials" Tai Chi Prinzipien.

 

Die Zehn Tai-Chi-Prinzipien in Forschung und Lehre bundesdeutscher Aus- und Fortbildung

Viele Taijiquan-Institutionen sind reine Lobby-Verbände und Glaubensgemeinschaften, denen es keineswegs um wahrheitsgetreue Darstellung geht - dies sollte man stets bedenken. Besonders die auf Tradition und Esoterik basierenden internationalen Organisationen zeichnen oft ein unzutreffendes Bild des "chinesischen Schattenboxens". Der Taijiquan-Qigong-Bundesverband DTB erinnert an die hochentwickelten ideologie-freien Standards der Erwachsenenbildung, die man gegen den Druck von Interessenverbänden verteidigen sollte. Dies sollte unverzichtbarer Bestandteil westlicher zeitgemäßer Lehrer-Ausbildung sein. Siehe dazu die zentrale Beratungs-Stelle für Deutschland "Clearing House Yang Family Tai Chi". Die Dokumentationen der weltanschaulich neutralen "Daten-Drehscheibe" Tai Chi Lehrerausbildung Deutschland sowie die dtb-Qualitätskriterien: Tai Chi Ausbildung Deutschland.

 

 

Die Zehn Tai-Chi-Prinzipien des Yang-Family-Tai-Chi, Innere Kampfkunst und Innere Kraft

Grundlage dieses Artikels ist ein Multimedia-Stundenbild des Dt. Taichi-Bundes. Es ist Teil de Krankenkassen-Angebots "Standardisierte Konzepte Deutschland" (ZPP-Stundenbilder-Downloads Zehn Tai-Chi-Prinzipien). Eingearbeitet wurden Videos und Seminare von Yang Zhenduo in Hamburg, Yang Jun Videos  und die "Tai-Chi-Klassiker". "Innere Kraft" in der "Inneren Kampfkunst" beruht nach den Taiji-Prinzipien neben mentalen Anforderungen auf Weichheit und Entspannung. Entscheidender Fakt: "Innere Kampfkunst" ist ein irreführender Begriff - er ist Teil des Problems und nicht der Lösung. Bei Schülern, Lehrern und Meistern lassen sich zahlreiche gravierende Fehlurteile belegen. Daher ist auch die Beurteilung, was "gutes Tai Chi" nicht stichhaltig.

Yang Chengfu und die essentiellen Punkte des Yang-Stil-Taijiquan

Yang Chengfu: Die Taiji-Prinzipien: Unterricht LehrerausbildungWürde der Großmeister heute bei uns sein können, so hätte er sicher "ein ernstes Wörtchen" oder auch zwei mit seinen Nachfahren zu reden. S. fiktiven Artikel von Yang Chengfu zu Kampfkunst, Historie, Formen und Tradition des Yang-Family-Taijiquan. Was würde der "große Standardisierer" sagen zum "Yang-Chengfu-Center-Geschäftsmodell" zum "Hype" generell und zum "Snake-Style-Taijiquan"? Und: Würde er zugeben, dass auch die viel geschmähten "Äußeren Kampfkünste" all diejenigen Prinzipien haben, die er ihnen seinerzeit absprach?

Die 10 Tai-Chi-Prinzipien - ein Blick unter die Oberfläche

Verbände und Lehrende des Taijiquan sind oft tief verstrickt in Kommerz und Loyalität Statt falsche Lehrinhalte zu korrigieren werden Forschungen ignoriert und Fakten heruntergedeutelt Die klassischen Prinzipien beruhen auf traditionell-esoterischer Weltsicht. Doch diese steht im Widerspruch zu Güte-Kriterien zeitgemäßer Erwachsenenbildung Die Alternative ist das Gestalt-Konzept: Einbeziehen übergeordneter Kontexte macht das Gewirr von Irrlehren leicht erkennbar. Dies weist der Artikel am Beispiel der Zehn Prinzipien für den Yang-Stil nach.

Die Tai-Chi-Prinzipien - was gilt und was nicht?

"Gutes Tai Chi" entsteht durch Befolgen der "Essentiellen Punkte" - das ist zwar die gängige Meinung im Yang-Stil, doch eine weitergehende Übereinstimmung besteht in der Fachwelt nicht. Schon die Frage, ob es sich um 13 oder nur 10 Prinzipien handelt, wird in den zerstrittenen Clans der Yang-Familie kontrovers diskutiert. Auch über die Zielsetzung der Leitlinien besteht nicht überall Konsens - ist es wirklich die Innere Kraft und ist die Entspannung wirklich lediglich die "Methode", wie Yang Zhenduo es gern betont?

 

 

13 oder 10 Prinzipien - was ist "Gutes Tai Chi"?

In den konkurrierenden Yang-Family-Zweigen differiert die Zahl der Essentials. Der Grund: Yang Chengfu hatte sich zunächst für 13 entschieden und später für 10 - allerdings ohne Beschreibungen zu ändern, d. h. es wurden einfach drei aussortiert ohne sie zu integrieren (!).

  • 11. Das Qi sinkt in das Dantian
  • 12. Absicht und Qi interagieren
  • 13. Bewegung und Stillstand sind verbunden

Im Hongkong-Clan von Meister Yang Zhenming ist man bei der Zahl dreizehn geblieben. Der Meister unterrichtet nicht die Yang-Chengfu-Form sondern die traditionelle Familienform. Die von Yang Chengfu vorgenommenen Veränderungen werden nicht anerkannt.

 

Fehl-Übersetzungen / Wissens-Defizite

Schon das 1. Prinzip "Den Kopf aufrecht" übersetzen Fachleute auf 14 sehr unterschiedliche Arten. Meister Yang Jun, der die gegenwärtige Linienhalterschaft beansprucht, scheint dem hilflos gegenüber zu stehen. Offenbar hat er in der von ihm doch so betont gewürdigten Generationen-Überlieferung zur korrekten Erklärung des 1. Prinzips keine Infos. Dieser Mangel an Wissen ist zudem ja nicht der einzige: Yang Jun folgt beim 6. Prinzip "Gedankenkraft statt Körperkraft" dem Irrglauben seines Urgroßvaters, dass dies eine "Einzigartigkeit des Tai Chi" sei - und macht dies sogar zum Gegenstand einer Prüfungsfrage im IA-Ranking!

 

Einzigartigkeit

Üblicherweise wird behauptet, die Taiji-Prinzipien würden das Taiji Quan zu einer einzigartigen Kampfkunst machen. Seine Prinzipien würde es in anderen Kampfkünsten nicht geben. Dies ist belegbar falsch und es wird durch die ständige Wiederholung nicht richtiger. Unsere Belege kommen aus unterschiedlichen Bereichen und veranschaulichen die Vorteile eines ganzheitlichen, übergeordneten Ansatzes.

 

Zehn Tai Chi Prinzipien und Richtiges Lernen

Viele Menschen, die bereits Tai Chi lernen oder Neulinge, die es erst lernen möchten, beschäftigt die Frage nach dem "richtig lernen". Traditionelle Weitergabe der "Inneren Kampfkünste" fokussierte sich auf die zugrunde liegenden Taiji-Prinzipien und deren Bewahren von einem Meister zum anderen. Paradoxerweise gehörte dazu schon immer auch das Loslassen, um den eigenen, persönlichen Weg zu gehen. Dieses dem Buddhismus/ Taoismus inhärente "Erwachsen-Werden" oder "Aufwachen, statt besser zu träumen" lehnen aber heutzutage viele Lehrer ab. Häufige Gründe sind m. E. Kommerz, Loyalität und schlichte Ignoranz.

 

Trugschluss: Tai Chi Prinzipien existieren nicht in anderen Kampfkünsten

Chinesische Taiji-Meister demonstrieren stets Einigkeit in einem Punkt: Beim Vergleich mit anderen Kampfkünsten deklarieren sie diese als "extern". Tai Chi sei die einzige Innere Kampfkunst - das war auch die gemeinsame Linie des "Tai-Chi-Symposium 2014" in den USA, auf dem Meister aller fünf Hauptstile vertreten waren. Dieses "Taiji-Glaubensbekenntnis" ist grundfalsch. Es ist ein überholtes Vorurteil aus einer längst vergangenen Zeit. Dennoch haben auch viele deutsche Lehrer nichts Eiligeres zu tun, als ihren chinesischen Meistern beizupflichten - ein großer Teil sicherlich wider besseres Wissen. Der DTB-Ausbilder Dr. Stephan Langhoff möchte durch mehr Aufklärung die Transparenz der östlichen Gesundheitsübungen erhöhen, damit sie den Anforderungen moderner Erwachsenenbildung entsprechen. Dadurch könnte auch die gesunkene Reputation des Tai Chi wieder gestärkt werden. Er präsentiert ein anschauliches Beispiel: Shindo Yoshin Ryu Jujutsu. Siehe dazu den Artikel "T. Kuroda Sensei über Budo-Prinzipien und Körper-Geist-Einheit"

Lehr-DVDs, Seminare, Links

Audiovisuelle Lehrmaterialien für die Zehn Prinzipien eignen sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Den Anfragen vieler Lehrender nach Prinzipien-DVDs hat das Tai Chi Zentrum bereits 1994 entsprochen.

Der Wunsch von Dr. Stephan Langhoff, Meister Yang Zhenduo nach Hamburg einzuladen ging in Erfüllung. Das Hauptthema neben dem Vertiefen der 37 Figuren der traditionellen Form der Familien-Traditioin war die detaillierte Darstellung der "essentiellen Prinzipien", die sein Vater aufschreiben liess und die ein Kernthema des gegenwärtigen Familienoberhauptes darstellen. Sein bekanntes Statement "Gutes Tai Chi ist das, welches den Prinzipien meines Vaters Yang Chengfu folgt".

 

 

Yang Zhenduo in Hamburg: Die 10 Prinzipien

Tai Chi Prinzipien von Yang ZhenduoLehrvideo Tai Chi Prinzipien - DVDs online kostenlos lernen mit Dr. LanghoffYang Zhenduos ausführliche Erläuterungen zu den Prinzipien, die sein Vater Yang Chengfu aufschreiben ließ, haben die Qualitätsgemeinschaft Tai Chi Zentrum inspiriert, für ihre Lehrer einige Punkte zusammenzustellen und zu diskutieren. Die daraus entstandene Lehr-DVD ist Teil des Projektes Tai Chi kostenlos online lernen. Auch die anderen Mitschnitte von Yang Zhenduos Seminaren in Hamburg sind veröffentlicht im Projektes "Tai Chi Online Lernen kostenlos. Rezension: Die Klassischen Tai-Chi-Schriften.

 

Die 10 Tai Chi Prinzipien kurzgefasst

Das wichtige Thema der "Zehn Prinzipien" erweist sich bei genauerem Hinschauen als außerordentlich komplex.

 

Häufig werde ich nach dem "Innersten" oder der "Seele" dieser "Zehn Taiji-Gesetze" gefragt. Zentraler Aspekt ist "SUNG", das körperliche und geistige Loslassen. Eng damit verbunden ist "CHEN" das "Sinken". Meister Yang Zhenduo spricht von "Vitalitätsgeist". Es führt  zu mehr Innerer Kraft. Dies wiederum öffnet die Tür zum "richtigen Handeln".

 

Die Tai-Chi-Prinzipien lassen sich besser verstehen, wenn man sie von höherer Warte betrachtet. Dazu gehören auch

die Faszien (Bindegewebe),

Die Yang-Familie, die japanische Kampfkunst Shindo Yoshin Ryu Jujutsu mit ihren Nairiki-Kata (Nairiki / Shindo Yoshin Ryu).

 

 

Irrümer bei den Prinzipien

Vorarbeiten für eine Checkliste zu populären Fehl-Urteilen enthält der Essay zum Tai Chi Symposium

"Traditional Yang-Family-Qigong"

Auf www.qigong-dachverband.de gibt es einen umfangreichen kostenlosen Download-Bereich "Traditional Yang-Family-Qigong". Update: Die Klassischen Tai-Chi-Schriften.


10 Prinzipien Yang-Tai-Chi

 

"The only difference between the possible and impossible is one's will" -Hironori Ohtsuka

 

Der bekannte DTB-Ausbilder Dr. Stephan Langhoff fasst die wichtigsten Punkte zusammen und erklärt sie in übergeordneten Zusammenhängen. Dies entspricht seiner Lehr-Methologie des "Richtig Lernen". Gern informiert der promovierte Philologe persönlich unter (040) 2102123 oder per Mail.

 

Meister eingeladen

 

Stundenbilder: Die 10 Prinzipien des Tai Chi

 

Es folgen hier demnächst Multimedia-Stundenbilder für die Zehn Prinzipien. Sie dienen als Hilfe zum verbesserten Stunden-Aufbau. Gerade bei Partner-Übungen zu den Prinzpien bieten solche audio-visuellen Stundenbilder eine optimale Methodik. Tai Chi Ausbildung

Bericht von Barbara über ihre Qigong-Lehrer-Ausbildung s. auch Qigong Ausbildung München Als ich vor Jahren eine Probestunde in Qigong in meinem Wohnort in der Nähe von München besuchte, ahnte ich nicht, dass ich eines Tages selbst Qigong-Lehrerin sein würde. Tai Chi Ausbildung München Köln Berlin. Tipp: Wu Wei.

 

Lehr-DVD-Serie (9 Stunden)

In 9 ausführlichen DVDs zum Heimstudium wird die gesamte Taiji-Langform der Yang-Familien-Tradition vermittelt. Pro Figur gibt es eine Lektion. Somit sind es 37 Lektionen. Die DVDs sind ca. 9 Stunden lang. Die Videos sind publiziert für Tai Chi online lernen kostenlos. Qigong Tai Chi DVDs

 

Tai Chi Prinzipien - DVDs online kostenlos lernen mit Dr. Langhoff  Tai Chi Prinzipien - DVDs online kostenlos lernen mit Dr. Langhoff  Tai Chi Prinzipien - DVDs online kostenlos lernen mit Dr. Langhoff

 

 

Stundenbilder kostenlos

Für die Unterrichtsplanung stehen Lehrern kostenlose Stundenbilder für die Yang-Stil-Prinzipien zur Verfügung.

Seminare/ Fortbildungen

Der Dachverband bietet jährlich bis zu 12 Lehrgänge an: Ganze Wochen (Mo-Fr), Wochenenden (Fr-So) und Tagesseminare. Die detaillierte Erläuterung der "Essentiellen Prinzipien" ist ebenso Thema wie die ungeklärten Probleme der "Inneren Kampfkunst".