Die Tai Chi Prinzipien

Wesentliche Punkte zur Entwicklung Innerer Kraft

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Die Zehn Tai-Chi-Prinzipien: Lehrer-Ausbildung Deutschland

Die Tai-Chi-Prinzipien - der Dachverband DTB eV erläutert Zusammenhänge

Den weitverbreiteten Ausdruck "Zehn Gebote" sollte man lieber nicht benutzen, da er eine unzulässige Nähe zum Christentum implizieren könnte. Man sollte sie keineswegs als unantastbare Glaubenssache einstufen sondern kritisch erforschen - es lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn es sehr schwierig und langwierig ist!

 

Die Tai-Chi-Prinzipien beschreiben Grundsätze und Wesensmerkmale dieser "Inneren Kampfkunst", Meditation und ganzheitlicher Gesundheit. Diese Richtschnur muss allerdings je nach Zielgruppen differenziert werden - so die These des Dachverbandes DTB. Dieser Ansatz ist ein vielversprechendes Novum, dessen Fazit lautet: Im rasant wachsenden ideologie-freien Bereich westlicher Gesundheitsbildung und Erwachsenenbildung sollten die Tai-Chi-Prinzipien eine andere Rolle spielen als bei quasi-religiösen Glaubensgemeinschaften. Sonst kann es insbesondere bei Lehrerausbildungen leicht zu Konflikten und Spannungsfeldern kommen. Siehe dazu den Artikel Yang Chengfu Center Syndrom.

 

Hinweis 3: Yang-Stilisten zweckentfremden die Zehn Prinzipien oft, indem sie sie als Beweis interpretieren für die These, es gäbe eine klare Zugehörigkeit von Schulen zu ENTWEDER "inneren" ODER "äußeren" Kampfkünsten. Doch eher belegen die alten Schriften: Es gibt nur "schlechte innere Kampfkünste" und durch die Befolgung der Essentials werden daraus "gute innere Kampfkünste"!

 

 

Die Tai-Chi-Prinzipien - die "Seele des chinesischen Schattenboxens"

Die dem Tai Chi Chuan zugrundeliegenden "Essentials" wurden von Yang Chengfu mündlich gelehrt und von seinem Schüler Chen Weiming niedergeschrieben. Sie dienen der zuverlässigen Beurteilung des Adepten, denn erst ihre Beachtung erzeugt korrektes, gutes Taijiquan und gewährleistet den Bezug zur Tradition. Die Formulierungen stammen aus den "Tai-Chi-Klassikern" und verbinden auf außergewöhnlich subtile Weise Innere Kampfkunst, Gesundheit und Meditation. Sie bilden die "Seele", die "DNA" der Kunst, ohne die es sie so nicht geben würde. Daher sollten diese wichtigen Punkte für jeden Praktizierenden absolute Priorität haben. Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis sollten sie ihm einen verläßlichen Kompass zur Entwicklung seiner Inneren Kraft bilden - denn genau dazu dienen sie.  Siehe dazu das Yang-Chengfu-Buch "Das vollständige Buch von Form und Anwendung des Taijiquan Band 1" und die DTB-Rezension der "Klassischen Abhandlungen".

 

Ihr gegenwärtiger Stellenwert muss allerdings relativierend eingeordnet werden in ihren traditionellen Esoterik-Rahmen, Mystik und die buddhistisch-taoistische Methodologie. Dies erschwert die Abgrenzung zu Sekten (vgl. dazu Meister Yang Juns Webauftritt auf Esoguru.com). Zudem ist vieles von ihrer Finesse verloren gegangen. Auch enthalten sie gravierende Fehleinschätzungen wie sino-japanische Forschungen enthüllen.

 

Im ideologie-freiem Bereich westlicher Gesundheitsbildung und Erwachsenenbildung sollten diese "Internals" eine völlig andersgeartete Rolle spielen als bei quasi-religiösen Glaubensgemeinschaften. Insbesondere bei Lehrerausbildungen kann es dabei hierzulande leicht zu Konflikten und Spannungsfeldern kommen. Quelle: Tai Chi Qigong Hamburg.

 

Dr. Langhoff: "Meine Beurteilung der "Essentials" ist im Laufe der Zeit wesentlich differenzierter und kritischer geworden. Den vielen "Yang-Chengfu-Glaubensgemeinschaften" kann ich nichts abgewinnen - sie disqualifizieren sich selbst, wenn sie "GLAUBEN-MÜSSEN" dem "WISSEN-WOLLEN" vorziehen, weil sie anders nicht im Ranking aufsteigen (!)". Quelle: Tai Chi Prinzipien.

 

Die Essentiellen Tai-Chi-Prinzipien des Yang-Stils

Diese Extra-Seite widmet sich einem zentralen Tai-Chi-Thema. Der Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. DTB erklärt die wichtigsten Zusammenhänge. Als seriöser Sachwalter des Tai Chi ist der DTB e. V. für Laien wie Experten oft die erste Info-Stelle, wenn es um Fakten-Treue und Unvoreingenommenheit geht. Demgegenüber beruhen Behauptungen von Lobby-Verbänden und Glaubensgemeinschaften chinesischer Meister in der Regel nicht auf Faktencheck sondern auf esoterisch-traditionellen Weltanschauungen, die für westliche Erwachsenenbildung ungeeignet sind.

 

Traditionell gesehen gibt es überlieferte Regeln für das korrekte Ausführen des Tai Chu Chuan. Obwohl viele Praktizierende sie hoch schätzen und ständig über sie reden, ergeben sich bei genauerer Betrachtung zahlreiche Wissenslücken und Irrtümer. Da dies auch für Lehrende gilt, sollten Verbände dies bei ihren Aus- und Fortbildungen stärker thematisieren.

 

Man sollte auch wissen, dass neue Erkenntnisse wie Faszien-Forschung (Faszien-Qigong / Nairiki) oder neue sozio-kulturelle Recherchen zu Yang Chengfu in der oft esoterisch geprägten "Taiji-Szene" gar nicht zur Kenntnis genommen wird - u. a. bei Glaubensgruppierungen. Siehe dazu die die Review des Esoguru.com-Webauftritts von Yang Jun.

 

Hier soll es um die Yang-Stil-Prinzipien gehen - sie gelten genau genommen nicht für die anderen Stile, die in ihren Familien jeweils ihre eigenen essentiellen Hauptpunkte überliefert haben.

 

Prinzipien als Kriterium für Tradition?

Das kürzliche Interview mit Yang Jun ist auf Youtube veröffentlicht. Es hat eine erhebliche Brisanz, denn erstmalig wird der strittige Begriff "Traditional Yang Family Taijiquan" vom Linienhalter definiert als Befolgen der "Yang-Chengfu-Essentials". Wieso das? Gibt es überhaupt Tai Chi, welches nicht den "Essentiellen Punkten" folgt?

 

Eine neue These des Yang-Stil-Experten Dr. Langhoff befasst sich mit dieser merkwürdigen Wendung in der Argumentation des ohnehin recht isolierten Familien-Clans.

 

Gerade für diejenigen Mitglieder der Familie Yang, die die Linienhalterschaft für sich beanspruchen, ist der Beleg wichtig, dass sie auf dem Boden der Tradition stehen. Wenn also Yang Zhenduo und heute auch sein Enkel den hohen Stellenwert der Prinzipien betonen und ihre modernisierte Form als "traditionell" bezeichnen, so kann man in dieser umstrittenen Strategie bestimmte Taktiken erkennen.

 

 

In China ist eine offizielle Linienhalterschaft streng definiert. Es gibt mehrere Voraussetzungen. Dazu gehört es, die Tradition zu respektieren und sie zu stärken.

 

 

Nun hat er auf dem letzten Tai-Chi-Symposium ja seinen Enkel Yang Jun zum Linienhalter ernannt. Sollte hier der Grund liegen, dass Yang Zhenduo seine Form plötzlich nicht mehr bloß als "Yang-Stil-Taijiquan" bezeichnete sondern als "Traditional Yang-Family-Taijiquan"? Für mich ist das durchaus plausibel: Er wollte seinen ja umstrittenen Anspruch auf eigene Linienhalterschaft nicht mit einer modernisierten Form gefährden und präsentierte sich als Sachwalter der Tradition. Quelle: Ausbildung Hamburg.

 

 

Exkurs: Das "Tai Chi Zentrum Hamburg eV" als Alternative für "Yang-Chengfu-Tai-Chi-Center"

Die kontroverse Prinzipien-Diskussion zeigt ganz deutlich: Yang Juns "International Association" braucht ein Korrektiv. Gleich in mehrfacher Hinsicht ist das "Tai Chi Zentrum Hamburg eV" mit seinem Arbeitskreis "Yang Chengfu Center Hamburg" eine großartige Alternative zu den Centern des "Taiji-Meisters aus Seattle". Der Hauptaspekt ist die innere Unabhängigkeit der Lehrer - es wird weder Gehorsam noch Loyalität eingefordert. Ein ebenso wichtiger Aspekt ist die hohe Transparenz, die durch Faktencheck und wissenschaftlich-objektive Grundhaltung garantiert wird. Dies wiederum war nur möglich durch die übergreifende Forschung, die immer mehr Irrtümer und Fehleinschätzungen enthüllt. Folklore und Fundamentalismus sollten als solche benannt werden! Der Verein hat somit ein umfassendes Korrektiv geschaffen, das weit über die Grenzen Deutschlands hinaus wirkt.

Die Zehn Tai-Chi-Prinzipien - Echo-Kammer und Suche nach Wahrheit

Darüberhinaus besteht heute im Zeitalter der Sozialmedien ein oft unterschätztes Problem der Unausgewogenheit: Der sogenannte "Echo-Kammer-Effekt" von Internet-Communities verhindert Wahrheitssuche sondern vermittelt bestenfalls ein Halbwissen, weil nichts ins Weltbild passende Fakten ausgefiltert werden. Solche "Filter-Blasen" erzeugen ein trügerisches Gefühl von Expertise - gemäß dem chinesischen Sprichwort "Wer nicht weiß, dass er nicht weiß, glaubt zu wissen". Bezüglich der Yang-Taiji-Prinzipien bestätigen sich die Mitglieder von Glaubensgruppierungen gegenseitig und spinnen sich ein in einen Kokon aus Irrtümern, Irrlehren und Fiktionen. Eine ernsthafte unvoreingenommene Auseinandersetzung mit Forschungen, Recherchen und abweichenden Meinungen wird dadurch leider erheblich erschwert. Dies gilt auch für Lehrgänge, Seminare und Unterricht.

 

"Blick über den Tellerrand" - Tetsuzan Kuroda über konsistente Prinzipien

Da die Prinzipien japanischer Samurai-Kampfkunst von chinesischen Vorstellungen beeinflußt wurden, versuche ich, dies in meine Forschungen miteinzubeziehen. So finde ich es sehr hilfreich, was Tetsuzan Kuroda, ein bekannter zeitgenössischer Kenjutsu-Experte dazu sagt. Alles was man tut, muß auf einem einheitlichen, konsistenten Prinzipien-Set beruhen. Nur so kann ein Budoka die höchste Stufe an technischer Ausführung erlangen. Er erklärt dies als "Körper-Geist-Einheit" - ist sie nicht gegeben, so stehen sich Körper und Geist im Wege. Es streiten sich widerstrebende Prinzipien-Sets um ein und denselben Körper. "Everything you do as a budoka must operate on the excact same set of principles if you are to achieve the highest level of technical execution, otherwise your body and mind are essentially fighting one another in a constant struggle to synchronize different embedded types of movement. Imagine two minds trying to control one body at the same time". Siehe dazu den Artikel "T. Kuroda Sensei über Budo-Prinzipien und Körper-Geist-Einheit" Quelle: Tai-Chi-Prinzipien.

 

Die Zehn Tai-Chi-Prinzipien -

Wenngleich die fundamentale Wichtigkeit von Taiji-Prinzipien unbestritten ist, so enthalten sie dennoch zahlreiche gravierende Fehleinschätzungen und Vorurteile, die unvereinbar sind mit den Standards unserer westlichen Erwachsenenbildung. Dazu gehört u. a. die hierzulande geforderte Ideologie-Freiheit. Doch leider tabuisiert die chinesische Esoterik-Tradition mit Loyalität und Gehorsam die enthaltenen Irrtümer bis heute weitgehend. Fast niemand traut sich, die allzu eng gefasste Weltsicht von Meistern wie Yang Chengfu, Yang Zhenduo oder Yang Jun zu kritisieren und zu korrigieren. Zum weit verbreiteten Personen-Kult um die Meister kommt häufig noch die Vorliebe für lediglich "gefühlte Fakten" hinzu. tipp des Dt. Taichi-Bundes - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. (DTB www.tai-chi-qigong-verband.de): Jeder Praktizierende des Yang-Taijiquan sollte sich unbedingt eingehend mit den Prinzipien befassen, aber dabei möglichst unvoreingenommen bleiben und Fakten-Treue einfordern.

Die Tai-Chi-Prinzipien von Yang Chengfu

Prinzipien sollen das Wesen des Taijiquan als "Innere Kampfkunst" erklären und offenbaren. Bei einem so komplexen Thema bilden Fehleinschätzungen, Irrtümer und Vorurteile allerdings eher die Regel als die Ausnahme - s. "Tai-Chi-Klassiker-Stundenbild".

Ein Laie ist da schnell überfordert - aber es gibt Hilfen bei der Suche nach einem kompetenten Lehrer.

 

Für immer mehr Suchende ist die offizielle DTB-Checkliste eine beste Orientierungshilfe. Sie enthält auch Lehrer-Profile zu den Tai-Chi-Prinzipien. Jeder Interessierte kann sich mit diesem Check ein Bild von dem für ihn optimal passenden Lehrer machen. Die Liste enthält eine Vielzahl von Hintergrund-Informationen zu Lehrer-Profilen.

13 oder 10 Prinzipien?

In den konkurrierenden Yang-Family-Zweigen differiert die Zahl. Der Grund: Yang Chengfu hatte sich zunächst für 13 entschieden und später für 10 - allerdings ohne Beschreibungen zu ändern, d. h. es wurden einfach 3 aussortiert (!)

Fehl-Übersetzungen / Wissens-Defizite

Irritierend für viele Praktizierende sind die gravierenden Wissensmängel beim gegenwärtigen Linienhalter Meister Yang Jun. Diese zeigen sich bei den Prinzipien nur allzudeutlich. Nun ist er ohnehin nicht von der ganzen Familie Yang anerkannt, aber man könnte doch ein klare Expertise erwarten angesichts seiner Behauptung, das gesamte Wissen sei auf ihn übertragen worden.

 

 

Schon das 1. Prinzip "Den Kopf aufrecht" übersetzen Fachleute auf 14 sehr unterschiedliche Arten. Meister Yang Jun, der die gegenwärtige Linienhalterschaft beansprucht, scheint dem hilflos gegenüber zu stehen. Offenbar hat er in der von ihm doch so betont gewürdigten Generationen-Überlieferung zur korrekten Erklärung des 1. Prinzips keine Infos. Dieser Mangel an Wissen ist zudem ja nicht der einzige: Yang Jun folgt beim 6. Prinzip "Gedankenkraft statt Körperkraft" dem Irrglauben seines Urgroßvaters, dass dies eine "Einzigartigkeit des Tai Chi" sei - und macht dies sogar zum Gegenstand einer Prüfungsfrage im IA-Ranking!

 

Einzigartigkeit

Üblicherweise wird behauptet, die Taiji-Prinzipien würden das Taiji Quan zu einer einzigartigen Kampfkunst machen. Seine Prinzipien würde es in anderen Kampfkünsten nicht geben. Dies ist belegbar falsch und es wird durch die ständige Wiederholung nicht richtiger. Unsere Belege kommen aus unterschiedlichen Bereichen und veranschaulichen die Vorteile eines ganzheitlichen, übergeordneten Ansatzes.

Quelle IA-Jahrbuch: Rezensionen: International Yang Family Tai Chi Association.

 


 

 

Es gibt im Tai Chi Leitlinien - darin ist sich die Fachwelt einig. Gutes und richtiges Praktizieren ist nur möglich, wenn man diese Prinzpien genau befolgt. Sie bilden seit langem eine unbestrittene Richtlinie für das Betreiben des "chinesischen Schattenboxens". Man könnte sie vergleichen mit den Zehn Geboten des Christentums oder einem Gesetzbuch.

 

Doch damit ist längst nicht alles geklärt. Vieles bekommt erst Sinn, wenn man es im größeren Zusammenhang betrachtet.

Offene Fragen sollten besonders in Lehrer-Ausbildungen thematisiert werden. Verantwortungsbewusst Lehrende sollten geschult werden, Widersprüchen auf den Grund zu gehen und übergeordnete Zusammenhänge einzubeziehen.

Eine Vorreiterrolle hat hier der Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. übernommen.

Betrachtet ein Laie ein Statement zu den Zehn Prinzipien isoliert, so hält er es wahrscheinlich für richtig. Ein Fachmann erkennt von übergeordnetem Standpunkt her dagegen sofort, dass es falsch ist. Besonders tragisch für den gutgläubige. Es gilt das chinesische Sprichwort: "Wer nicht weiß, dass er nicht weiß, glaubt zu wissen".

 

 

Die Tai Chi Prinzipien

Ein erstes Ziel des Tai-Chi-Übens ist Entspannung und Lockerheit. Das chinesische Wort "SUNG" beinhaltet neben Loslassen auch die Bedeutung von Streckung. Gemeint ist ein kontroliertes, differenziertes Lösen. Ein wichtiger Aspekt ist die Eigenwahrnehmung (Propriozeption). Eng damit verbunden ist "CHEN" das "Sinken"

 

Ein weiteres Ziel des Tai-Chi-Übens ist die Entwicklung und Stärkung der Inneren Kraft "Qi". Dafür muss nicht nur regelmäßig geübt werden sondern auch korrekt. zu einem solchen "Richtig Üben" gehört unbedingt die strenge Beachtung der "essentiellen Punkte" also der innewohnenden Prinzipien.

 

Daher sollte der Stellenwert der Tai-Chi-Prinzipien für jeden Übenden hoch sein. Auch in Lehrer-Ausbildungen sollten diese Prinzipien die Grundlage des Lehrens bilden. Dazu gehört auch Hintergrund-Wissen, also die Einordnung der Thematik in übergeordnete, größere Zusammenhänge chinesischer Philosophie und Kultur.

 

Ein weiteres Ziel des Tai-Chi-Übens ist "Wei-Wu-Wei", also das "Richtig Handeln" bzw. "Nicht-Handeln". Dies ist die Meisterschaft, die aus dem Befolgen der Prinzipien beim langjährigen Taiji-Üben erwächst. Man kann also Wu-Wei nicht bewusst, absichtlich oder direkt üben sondern man bekommt es als eine unbewusste Fähigkeit gleichsam als Zugabe geschenkt.

 

Aus buddhistisch-taoistischer Sicht

 

Lehrer-Ausbildungen - Info: Mail, Tel. 040-2102123 Dr. Langhoff

 

 

Die Tai-Chi-Prinzipien -wofür stehen sie?

"Gutes Tai Chi" entsteht durch Befolgen der "Essentiellen Punkte" - das ist zwar die gängige Meinung im Yang-Stil, doch eine weitergehende Übereinstimmung besteht in der Fachwelt nicht. Schon die Frage, ob es sich um 13 oder nur 10 Prinzipien handelt, wird in den zerstrittenen Clans der Yang-Familie kontrovers diskutiert. Auch über die Zielsetzung der Leitlinien besteht nicht überall Konsens - ist es wirklich die Innere Kraft und ist die Entspannung wirklich lediglich die "Methode", wie Yang Zhenduo es gern betont? Oder sind sie das Kriterium für die "Tradition" wie Yang Jun es seit kurzem vorgibt?.

 

 Lehrerausbildung mit Qualitätssiegel Weiterbildung

Tipp: Lehrer werden leicht gemacht: Yang-Chengfu-Tai-Chi-Ausbildungen im Dt. Taichi-Bund - bundesweit, sofort und ohne Vorkenntnisse. DTB-Angebot für Lehrerausbildung: Nur 1390 Euro (220 Zeitstunden incl. Lehr-DVDs, Kassen-Zertifizierung, ZPP-anerkannten Stundenbildern). Zeiten: Mo: 14.00 -21.00 Di, Mi, Do: 7.00 - 21.00, Fr: 7.00 - 12.00. Räumlichkeiten für Unterricht: Für das "Yang-Chengfu-Tai-Chi" stehen dem Verein mehrere schöne Hallen zur Verfügung - es kann auch parallel mit mehreren Gruppen trainiert werden. Zu den Vorteilen siehe das Göttingen-Gutachten der zentralen DTB-Schule Ausbildung Tai Chi Qigong. Mehr zur Abgrenzung von Lobby-Verbänden s. Qigong Tai Chi Schule Göttingen. Quelle Statistiken GKV, ZPP-Leitlinien, Vdek Spitzenverband.

 

Innere Kraft und die Prinzipien

Ziel des Tai-Chi-Übens ist die Entwicklung innerer Kraft. Daher müssen beim Training die Prinzipien eingehalten werden. Die Innere Kraft kann auf vielfache Weise eingesetzt werden - z. B. mit und ohne Partner (s. Fajin). Häufig spricht man auch von Lebenskraft oder Spannkraft. Es handelt sich jedoch stets um physikalisch erklärbare Phänomene und nicht um Magie oder Mystik.

 

Yang Chengfus 10 Tai Chi Prinzipien

 

(Persönlich erläutert von Yang Zhenduo in Hamburg für Schüler von Dr. Stephan Langhoff, Quelle: Traditional Tai Chi).

Grundlage dieses Artikels ist ein Stundenbild des Dt. Taichi-Bundes. Es ist Teil de Krankenkassen-Angebots "Standardisierte Konzepte Deutschland" (ZPP-Stundenbilder-Downloads 10 Tai-Chi-Prinzipien). Tai-Chi-Prinzipien erklärt von Chen Weiming: Eine anschauliche Erklärung bietet Chen Weiming mit dem Vergleich vom heben einer Eisenkette im Vergleich zu einer Eisenstange. Vgl dazu Toby Threadgills Ju-Musubi und Go-Musubi und Jiku-Punkte. Yang Tai Chi Prinzipien. https://brennantranslation.wordpress.com/2012/03/21/the-art-of-taiji-boxing-taiji-quan-shu/

 

Die Zehn Prinzipien: Unterschiedliche Reihenfolgen der Yang-Family

 

Ein Aspekt, der bislang wenig Beachtung fand, ist die korrekte Reihenfolge. Gemeint ist die interessante Tatsache, dass Meister Yang Zhenduo die Reihenfolge Prinzipien änderte - im Vergleich zu der Reihenfolge, die sein Vater Yang Chengfu festlegte. Gleich ist, dass auf Platz 1 das Prinzip "Den Kopf aufrichten" steht.

 

Die Reihenfolge der Prinzipien entspricht nicht der ursprünglichen Reihenfolge von Yang Chengfu. Experten halten die untenstehende Reihenfolge, die von Yang Zhenduo in Europa und USA unterrichtet wird für besser und klarer.

 

1) Den Kopf gerade aufrichten

2) Die Ruhe in der Bewegung

3) Die Schultern, Ellbogen und Handgelenke senken

4) Die Brust senken - Rücken dehnen

5) Das Kreuz entspannen

6) Die Leere und Fülle unterscheiden

7) Inneres und Äußeres verbinden

8) Kraft des Geistes statt Körperkraft

9) Unten und oben des Körpers koordinieren

10) Bewegung ohne Anfang und Ende

 

YANG CHENGFU betonte in frühen Jahren 13 grundsätzliche Prinzipien, aus denen später 10 wurden. Er ließ folgende drei weg, ohne dass er den Text der übrigen zehn änderte(!):

 

11) Das Qi sinkt in das Dantian

12) Absicht und Qi interagieren

13) Bewegung und Stillstand sind verbunden

 

Lehr-DVDs, Seminare, Links

Audiovisuelle Lehrmaterialien für die Zehn Prinzipien eignen sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Den Anfragen vieler Lehrender nach Prinzipien-DVDs hat das Tai Chi Zentrum bereits 1994 entsprochen.

Der Wunsch von Dr. Stephan Langhoff, Meister Yang Zhenduo nach Hamburg einzuladen ging in Erfüllung. Das Hauptthema neben dem Vertiefen der 37 Figuren der traditionellen Form der Familien-Traditioin war die detaillierte Darstellung der "essentiellen Prinzipien", die sein Vater aufschreiben liess und die ein Kernthema des gegenwärtigen Familienoberhauptes darstellen. Sein bekanntes Statement "Gutes Tai Chi ist das, welches den Prinzipien meines Vaters Yang Chengfu folgt".

 

 

Yang Zhenduo in Hamburg: Die 10 Prinzipien

Tai Chi Prinzipien von Yang ZhenduoYang Zhenduos ausführliche Erläuterungen zu den Prinzipien, die sein Vater Yang Chengfu aufschreiben ließ, haben die Qualitätsgemeinschaft Tai Chi Zentrum inspiriert, für ihre Lehrer einige Punkte zusammenzustellen und zu diskutieren. Die daraus entstandene Lehr-DVD ist Teil des Projektes Tai Chi kostenlos online lernen.

 

Lehrvideo Tai Chi Prinzipien - DVDs online kostenlos lernen mit Dr. Langhoff

 Auch die anderen Mitschnitte von Yang Zhenduos Seminaren in Hamburg sind veröffentlicht im Projektes "Tai Chi Online Lernen kostenlos.  Skype-Kurse: Ausbildung Österreich.